Montag, 11. März 2013

Tagebucheintrag 11.03.2013

Es ist nun gut eine Woche her, dass meine Freundin mich aus unserer Wohnung geworfen hat.
Seit dem war ich ganz unten und hatte keine Kraft und Hoffnung mehr.

Ich habe die Frau meines Lebens verloren. Die Frau, die ich heiraten wollte, mit der ich Kinder haben wollte und das nur weil meine Sucht mich beherrscht.

Erste jetzt habe ich meine Sucht eingesehen und kann die letzten Jahre reflektieren um zu sehen was passiert war.
Ich habe heute eine Selbsthilfegruppe gefunden und habe mit der Suchtberatung gemailt um einen Therapeuten zu finden.

Heute bin ich auch voller Zuversicht, dass zu schaffen.
Ich habe ein Ziel: Mein Leben neu zu sortieren und meine Liebe zurück zu gewinnen.
Und ich werde es schaffen!!!
Meine Familie und Freunde unterstützten mich dabei.

Nur abends im Bett merkt man extrem das jemand neben einem fehlt, das man nicht in seiner gewohnten Umgebung ist und auch unseren Hund vermisse ich.

Was ist Sexsucht?



Die Sexsucht hat viele Auswüchse. Manchmal beinhaltet sie nur ein Verhaltensproblem, manchmal viele. Viele Sexsüchtige sagen, dass sich ihr ungesunder Umgang mit Sex nach und nach gesteigert habe. Begonnen hat es vielleicht mit zwanghafter Selbstbefriedigung, Sucht nach Pornographie (Magazine, Internet u.ä.) oder nach einer zerbrochenen Beziehung, aber durch die Jahre hindurch hat sich die Sucht zu einem Teufelskreis entwickelt.
Machtlos geworden?

Das Wesen jedes Suchtverhalten ist die Erfahrung des Süchtigen, dass er machtlos gegenüber einem zwanghaften Verhalten ist, was dazu führt, dass er sein Leben nicht mehr im Griff hat. Der Süchtige hat keine Kontrolle mehr über sich und leidet unter Schmerzen, Schamgefühle und Selbsthass. Vielleicht versucht er auch, mit dem Verhalten aufzuhören – aber schafft es immer von neuem nicht. Die Schwierigkeit, das Leben im Griff zu haben kann man an verschiedenen Konsequenzen erkennen, unter denen er leiden kann: zerbrochene Beziehungen, Probleme bei der Arbeit, Festnahmen, finanzielle Schwierigkeiten, Gleichgültigkeit Dingen gegenüber, die sich nicht um die Sexualität drehen, niedriges Selbstwertgefühl und Verzweiflung.

Sich ständig mit der Sexualität zu befassen braucht viel Energie. Der Sexsüchtige folgt einem Verhaltensmuster (oder Ritual) um zu seiner Befriedigung zu kommen (z.B. Flirt, im Internet nach Pornographie zu suchen oder in den Park zu fahren). Wenn er dann in ‚Aktion’ tritt dann verspürt der Süchtige Verzweiflung, Scham oder ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Verwirrung.

Es ist keine Lustbefriedigung für Sexsüchtige. Es geschieht zwanghaft!


(Quelle: Anonyme Sexaholiker)

Meine Sucht

Der schwierigste Weg ist der, die Sucht als Sucht zu erkennen. Erst heute kann ich, wenn ich die letzten Jahre reflextiere sagen, dass es ein eindeutiges Suchtverhalten ist.

Es fing bei mir eigentlich recht harmlos an. Man schaute sich mal einen Porno an. Dann fing man an sich dabei eines Tages selbst zu befriedigen. Schleichend wird dieses Verhalten immer mehr. Man merkt nicht wie man die Kontrolle verliert.

Wenn die Pornos nicht mehr reichen, fängt man an nach Sex zu suchen. Ich habe mich bei mehreren Portalen angemeldet und auch über Facebook anzügliche Chats angefangen. Es ist ein Zwang. Man braucht es "high" zu werden und danach fühlt man sich schlecht nicht dagegen angekämft zu haben.

Ich habe durch die Sucht meine Beziehung, die ich fast 8 Jahre hatte und wirklich mir aus Liebe auch sehr ernst war zerstört.Meine Freundin habe ich leider mehrmal betrogen und sie damit zu tiefst verletzt. Leider können Angehörige die Sucht nicht nachvollziehen und verstehen somit nicht, dass man das nicht tut um damit jemand zu verletzten oder zu betrügen, sondern weil man von der Sucht gesteuert wird.

Ein Alkoholiker trinkt ja auch keinen 40 Jahre alten Whikey aus Genuss, sondern trinkt irgendwelchen Billigfusel aus dem Supermarkt. Hauptsache er wird voll und somit seine Sucht befriedigt.

An sich hat die Sexsucht nichts persönlich mit dem Partner zu tun. Trotzdem fühlt sich der Partner natürlich persönlich verletzt und enttäuscht, weil er es nicht nachvollziehen kann.

Ich habe die Kontrolle soweit verloren, dass ich im Büro war und eigentlich genug zu tun gehabt hätte... wenn da nicht die Sucht wäre die einem sagt: "Du brauchst jetzt Befriedigung. Sofort!"Man kann nicht mal klar denken, wenn der Drang da ist und ist somit unproduktiv auch wenn man versucht dagegen anzukämpfen. Erst wenn die Sucht befriedigt ist, kann man sich wieder auf andere Dinge konzentrieren.

Ich habe die Frau meines Lebens dadurch verloren. Vielleicht sogar für immer. Eigentlich wollte ich sie eines Tages heiraten und Kinder mit ihr haben, doch die Sucht hat alles zerstört.

Daher ist mein primäres Ziel meine Sucht in den Griff zu bekommen. Beteiligte damit einzubeziehen um die Sucht zu verstehen und wenn ich soweit bin, die Liebe meines Lebens wieder zu gewinnen.

Es wird ein harter Weg, doch ich hab ein Ziel und Familie und Freunde als Unterstützung. In meinem Tagebuch-Blog werde ich meinen Verlauf aufzeichen. Das hilft mir meine Fortschritte zu sehen und mich selbst zu motivieren und meinen Angehörigen mich dabei zu begleiten.

Ich werde es schaffen!!!

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Zuletzt aktualisiert: 11. Mai, 18:29

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